5000 Kreuzfahrer wettern im Sturm ab

Aktualisiert: Mehr als 5000 Passagiere der Kreuzfahrtschiffe "Aidaprima" und "Queen Mary 2" trotzen auf der Nordsee dem Sturm. Die "Aidaprima" hatte am Sonnabend als letztes großes Schiff den Hamburger Hafen vor dem Beginn des Sturms verlassen.


Hamburg - An der "Aidaprima" sind rund 3000 Passagiere, die von Hamburg aus zu einer einwöchigen Kreuzfahrt nach England, Frankreich, Belgien und Holland gestartet sind. Der Kapitän hat während der Nacht dem Unwetter getrotzt und ist mit dem 300 Meter langen Schiff vor der Sturmfront westwärts gefahren. Am Sonntagmorgen hat der Kapitän dann zur Frühstückszeit den Kurs  gewechselt und die Geschwindigkeit reduziert. Die "Aidaprima" wettert  jetzt mit Nordwestkurs  und langsamer Fahrt den Sturm vor den westfriesischen Inseln an der niederländischen Küste ab.

Westlich von Helgoland kreuzt seit Sonnabendabend auch der britische  Ozeanliner "Queen Mary 2" im Sturm. Das Schiff sollte eigentlich am Sonntagmorgen um 7 Uhr am Kreuzfahrtterminal Steinwerder festmachen. Wie die Reederei mitteilte, wird sich die Ankunft um bis zu 24 Stunden verschieben, da das 345 Meter lange Schiff zur Zeit nicht in die Elbmündung einlaufen kann. Wann genau das Schiff in die Elbe einlaufen darf, hängt jetzt von der Verkehrslage ab.

Während die über 2000 Passagiere nicht wie geplant am Sonntag in Hamburg die Heimreise antreten wollten, müssen in Hamburg die anreisenden Passagiere betreut werden. Ursprünglich sollte das Schiff noch am Sonntagabend von Hamburg aus mit dem Star-Geiger David Garrett zu einer Reise nach Norwegen auslaufen. Die Abfahrt verschiebt sich aber. Die Reederei hat eine Hotline eingerichtet.  Für die Kreuzfahrt wurde den Passagieren außerdem als Kompensation eine Gutschrift von 100 US-Dollar aufs Bordkonto gutgeschrieben, teilte die Reederei Cunard mit.

Durch die Sturmfahrt verzögert sich auch die nächste Kreuzfahrt. So muss der Besuch in Stavanger am Dienstag abgesagt werden. Die "Queen Mary 2" fährt direkt von Hamburg nach Oslo. Ob die "Aidaprima" wie geplant am Montag im englischen Dover festmachen kann, wird sich im Laufe des Tages zeigen.