Lofotr Wikingermuseum

„Prost, liebe Leute. Greift zu, denn ihr habt eine lange Reise hinter euch“, sagt der Wikingerhäuptling, wenn er Besucher zu einem traditionellen Wikinger-Bankett willkommen heißt.

Das Wikingermuseum Lofotr in Borg auf der Inselgruppe der Lofoten ist eine Rekonstruktion des 83 Meter langen Häuptlingshauses, das um das Jahr 500 n. Chr. errichtet wurde. Mit dem Auto oder dem Bus können Sie von Svolvær und Henningsvær im Osten oder von Leknes im Westen aus hierher kommen.

Ausgiebiges Abendessen oder ein kurzer Zwischenstopp
Ein ausgiebiges Abendessen mit Darstellungen des Lebens in der Wikingerzeit durch professionelle Fremdenführer in Wikingerkostümen müssen Sie im Voraus buchen. Die zusätzliche Planung lohnt sich allerdings. Lamm und Wildschwein sind beliebte Speisen auf der Karte, serviert mit Met, dem traditionellen Getränk der Wikinger, bestehend aus Alkohol, Honig und Kräutern.

Falls Sie dagegen lediglich das Museum besuchen möchten, ist es nicht nötig, im Voraus zu buchen. Legen Sie einfach auf Ihrem Weg über die Inseln einen kurzen Zwischenstopp ein.

Während der Hauptsaison vom 15. Juni bis zum 15. August wird in der Banketthalle täglich frische Brühe serviert. Sie können auf Nachfrage auch Met probieren. Das Getränk wird Ihnen in traditionellen Wikingergläsern serviert. Im selben Zeitraum werden täglich auch zu festen Abfahrtszeiten Ruderausflüge auf dem Wikingerschiff angeboten.

Neuigkeiten
Im Jahr 2011 wurde eine Erweiterung des Wikingermuseum fertig gestellt. In Ergänzung zum Haus des Häuptlings kann sich das Museum jetzt zweier großer Ausstellungen und seines eigenen Films (Der Traum von Borg) rühmen, der ganzjährig alle 20 Minuten im eigenen Kino gezeigt wird.

Führungen, die im Verlauf des Tages mehrmals angeboten werden, sind im Eintrittspreis bereits enthalten. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Ankunft nach weiteren Informationen oder rufen Sie vorab an. Reisegruppen müssen Führungen im Voraus buchen.

Historisches
Wenn man das Haus des Wikingerhäuptlings betritt, fühlt man sich gleich in das Wikingerzeitalter zurückversetzt. Licht flackert von den Feuerstellen und glimmt aus den Deckenlampen und ein deutlicher Geruch nach Teer erfüllt die Luft.

Archäologische Studien in Borg fanden erstmals im Jahr 1983 statt und von 1986 bis 1989 wurde ein gemeinschaftliches skandinavisches Forschungsprojekt an der Ausgrabungsstätte durchgeführt. Die Ausgrabungen förderten die Überreste des größten Gebäudes aus der Wikingerzeit zutage, welches jemals in Norwegen oder an anderer Stelle in Europa gefunden wurde.

Zum ersten Mal waren sich die Archäologen sicher, dass sie die Wohnstätte eines Häuptlings oder Stammesführers gefunden hatten. Die Ausgrabungen ergaben weiter, dass an dieser Stelle bereits im 6. Jahrhundert ein 67 Meter langes Gebäude errichtet worden war, das zu Beginn des Wikingerzeitalters zu einer Länge von 83 Metern ausgebaut wurde.